Girls’ Day 2011

Girls’ Day 2011

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Neugierige Mädchen begannen den Girls’ Day am 14. April, um 8:30 Uhr, in der FAN mit einem Begrüßungsvortrag der Universität Bayreuth. An diesem Tag sollten sie die MINT-Bereiche der Universität Bayreuth kennenlernen. Je nach Interesse standen hierfür unterschiedliche Workshops der Physik, Mathematik, Chemie, Technischen Mechanik und Strömungslehre, Konstruktionslehre sowie der Informatik zur Auswahl. Für den Lehrstuhl Robotik und Eingebettete Systeme (Prof. Dr. Dominik Henrich) haben sich insgesamt 35 Mädchen, im Alter von 10 bis 13 Jahren entschieden. Diese wurden von den beiden Doktorandinnen Maria Hänel und Antje Ober durch ihren Tag begleitet.

Bevor die Mädchen einen Einblick in den Bereich der Informatik erzielen sollten, wurde gemeinsam ergründet, warum es den Girls’ Day überhaupt gibt, welche Fähigkeiten Mädchen haben und warum auch die MINT-Fächer für Mädchen interessant sein können. Hierbei zeigte sich, wie vorbildorientiert Mädchen (in diesem Alter) sind und, dass es leider immer noch zu wenige Frauen-Vorbilder in Führungspositionen gibt, um bei Mädchen ganz selbstverständlich höhere berufliche Ziele zu motivieren.

Nun sollte die Informatik aber nicht länger auf sich warten lassen. Am Beispiel eines Mobiltelefons wurde die Frage „Was ist Informatik“ erörtert und unterschiedliche Aufgabenbereiche der Informatik besprochen. Dabei wurde interaktiv eine Analogie zwischen dem Körper (Sinnesorgane, Gehirn) und den kognitiven Fähigkeiten des Menschen sowie der Hardware (Sensorik) und der Software von Computern hergestellt. Damit sollten die Mädchen ein Verständnis davon gewinnen, was notwendig ist, um ihren Alltagsgegenständen wie Handys und Notebooks ein „Leben“ einzuhauchen. Da technisches Interesse bei Mädchen oftmals durch dahinterstehende Anwendungen geweckt werden kann, wurden im zweiten Teil des Vortrags viele Bilder zu einem breiten Spektrum von Tätigkeitsbereichen der Informatik gezeigt, wie z.B. der Service-Robotik, der Medizintechnik oder der Umweltinformatik.

Nach der gedanklichen Erwärmung sollte das Hauptaugenmerk auf der Experimentierfreudigkeit der Mädchen liegen. Diese konnten nun ohne Computer-Vorkenntnisse ihr erstes eigenes Programm schreiben. Hierfür diente die Software-Umgebung „RoboMind“, bei welcher man einen Roboter über ein Spielfeld bewegen kann. Nach dem Kennenlernen von Navigationsbefehlen, sollten die Mädchen verschiedene Bewegungsmuster programmieren und erste Funktionen austesten. Die Mädchen hatten sichtlich Freude daran und die Zeit war nur allzu schnell vorbei. Mit einem kurzen Gang durch unser Roboterlabor und der Möglichkeit einen Leichtbau-Roboter mit den Händen zu bewegen, endete der Workshop gegen 12 Uhr. Interessierte Mädchen aller Workshops hatten nun noch die Möglichkeit, mit ihren Betreuerinnen in der Mensa essen zu gehen und dabei den Hochschul-Campus zu besichtigen. Der Rahmen der Veranstaltung endete offiziell um 13:15 Uhr vor der FAN.

Universität Bayreuth -