Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Was ist Informatik?

Informatik bezeichnet die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Historisch hat sich die Informatik als Wissenschaft aus der Mathematik entwickelt, während die Entwicklung der ersten Rechenanlagen ihre Ursprünge in der Elektrotechnik und Nachrichtentechnik hat. Aufgrund ihrer konstruktiven Ausrichtung - es geht um die Entwicklung von Hardware und Software - lässt sich die Informatik als Ingenieurwissenschaft einstufen.

Nähere Informationen zum Begriff Informatik finden Sie z.B. bei der Gesellschaft Informatik (GI) oder in der freien Enzyklopädie Wikipedia.

Was spricht dafür, Informatik zu studieren?

Informatik durchdringt in zunehmende Maße immer mehr Lebensbereiche. Es gibt heutzutage vielfältige Varianten von Rechnern: Großrechner in Rechenzentren, Personalcomputer im Büro, Notebooks und elektronische Terminkalender unterwegs, aber auch Rechner in technischen Systemen, z.B. in der Robotik, in der Telekommunikation, im Automobilbau etc.

Während die Rechner immer kleiner werden, wird die Software zu ihrer Steuerung immer größer. Programme, die viele Tausend Seiten Programmtext umfassen, sind heute keine Seltenheit mehr. Diese Programme sind aber nicht nur groß, sondern auch hochgradig komplex.

Diese Trends bedingen immer höhere Anforderungen an die Qualifikation der Personen, die Hardware und Software entwickeln. Informatik ist ein Gebiet mit Zukunft, das in vielen Bereichen zu einer Schlüsseltechnologie wird.

Was spricht insbesondere für die Angewandte Informatik?

In der Informatik werden Anwendungen in einem breiten Spektrum von Disziplinen immer wichtiger. Basissoftware wie Betriebssysteme, Compiler und Datenbanksysteme wird in zunehmenden Maß außerhalb von Deutschland entwickelt (insbesondere in den USA). Das Studium deckt auch diese Bereiche der Kerninformatik ab, weil dort viele grundlegende Theorien und Verfahren entstanden sind, die zum Grundreportoire eines Informatikers zählen und auch in anderen Bereichen angewendet werden. Innerhalb von Deutschland wird sich die Informatik jedoch zunehmend auf Anwendungen konzentrieren, z.B. in der Umwelt-, Bio- oder Ingenieurinformatik.

Aus diesen Gründen nimmt das interdisziplinäre Arbeiten einen zentralen Stellenwert ein. Dieses wird im Studium der Angewandten Informatik von Beginn an (d.h. bereits ab dem 1. Semester) vermittelt. Es wichtig, zu lernen, sich in ein Anwendungsgebiet schnell und gründlich einzuarbeiten und Informatikkenntnisse und -fähigkeiten dort systematisch anzuwenden.

Eines dieser Anwendungsgebiete lernen Sie im Studium gründlich kennen. Ein wesentliches Ziel des Studiums besteht aber darin, Ihnen das anwendungsbezogene Arbeiten grundsätzlich nahe zu bringen, so dass Sie sich bei Bedarf später auch in andere Gebiete rasch einarbeiten können.

Welche Angebote macht die Universität Bayreuth im Bereich Informatik?

Das Institut für Informatik bietet Studiengänge in der grundständigen Informatik und in der angewandten Informatik an. In beiden Ausrichtungen stehen jeweils ein Bachelorstudiengang und ein aufbauender Masterstudiengang mit abgestimmten Anwendungsgebieten zur Verfügung. Die Struktur der Studiengänge richtet sich nach den Empfehlungen der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI).

Weiterhin kann auch Informatik im Lehramt an der Universität Bayreuth studiert werden. Das Fach Informatik ist in folgenden Fächerkombinationen wählbar:

  • Lehramt an Gymnasien: Informatik in Verbindung mit Mathematik, Physik oder Wirtschaftswissenschaften.
  • Lehramt an Realschulen: Informatik in Verbindung mit Mathematik, Physik oder Wirtschaftswissenschaften.
  • Lehramt an beruflichen Schulen: Informatik in Verbindung mit Metalltechnik.

Schließlich wird für Studierende der Studiengänge Bachelor Anglistik/Germanistik/Romanistik die Informatik als Kombinationsfach angeboten.

Was spricht dafür, an einer Universität zu studieren (statt an einer Fachhochschule)?

Tendenziell werden an den Universitäten eher grundlagen- und forschungsorientierte Studiengänge und an den Fachhochschulen anwendungsorientierte Studiengänge angeboten. Dies bedeutet aber nicht, dass Studieren an der Universität auf der akademischen Spielweise stattfindet. Das besondere Profil der Universität Bayreuth liegt in ihren anwendungsorientierten und interdisziplinären Studienangeboten. Dies trifft auch auf die Angewandte Informatik zu, die eine solide und breit angelegte Ausbildung im Bereich der Kerninformatik mit einem vertieften Studium eines Anwendungsgebiets kombiniert.

Bachelor- und Masterabschlüsse an Universitäten und Fachhochschulen sind gleichwertig (im Gegensatz zu den früheren Diplomen). Es werden jedoch nicht an allen Fachhochschulen konsekutive Masterstudiengänge angeboten. An der Universität besteht zudem die Möglichkeit, im Anschluss an den Master zu promovieren. Davon profitiert auch das Masterstudium selbst, da Studenten z.B. in ihrer Masterarbeit an hochaktuellen Forschungsthemen mitarbeiten.

Welche Vorteile bietet das Informatik-Studium in Bayreuth?

Bayreuth ist eine junge Campus-Universität. Die Informatik hat sich inzwischen an der Universität Bayreuth sehr gut etabliert. Seit dem Sommersemester 2008 nutzt sie ein eigenes Gebäude auf dem Campus. Studenten kommen in den Genuss einer intensiven Betreuung. Die Informatik in Bayreuth ist kein Massenstudiengang, sondern bietet mit überschaubaren Studentenzahlen eine persönliche und angenehme Atmosphäre.

 

Welche Voraussetzungen sollte ein Informatik-Student mitbringen?

In erster Linie: fachliches Interesse und Spaß an der Sache. Wer schon in der Schule mit Informatik zu tun hatte, wird festgestellt haben, wieviel Spaß z.B. Programmieren bereiten kann. Aber nicht jeder Studieninteressierte bringt Vorkenntnisse mit, und dies ist auch gar nicht notwendig: Das Studium setzt Vorkenntnisse nicht voraus und vermittelt Informatik von Grund auf. Interesse an und Begabung für Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften sollten Sie aber mitbringen.

Informatik ist kein leichtes Studienfach. Sie sollten sich nicht für Informatik entscheiden, nur weil es modern ist oder gute Berufsaussichten verspricht. Es wird Ihnen im Studium durchaus einiges abverlangt. Informatik umfasst weit mehr als nur Programmieren. Falls Sie sich nicht ganz sicher sind, dann sollten Sie dringend einen oder mehrere Informatik-Selbsttests durchführen. Eine Sammlung an Tests ist auf dem OSA-Portal zu finden. Hier sollten Sie einen fachlichen Test einer Universität erfolgreich bestehen, z.B. der der Universität Bonn.

Übrigens: Auch wenn hier immer von Studenten die Rede war - Studentinnen sind herzlich willkommen und eingeladen, den Hackern Paroli zu bieten. Es sind also stets beide Geschlechter gemeint - aber wer liest schon gerne Sätze wie "Der/die Student(in) genießt in Bayreuth die Vorteile einer Campus-Universität."

Welche Berufsaussichten bietet das Informatik-Studium?

Das Fach Informatik bietet im Lehramtsstudium gute Berufsaussichten. Zum einen wird es an den Schulen immer weitere Verbreitung finden; zum anderen wird Informatik momentan in der Regel noch von Lehrern unterrichtet, die im Studium noch keine Möglichkeit hatten, das Fach Informatik zu wählen. Nach dem Abschluss des Studiums haben auch die Absolventen der Bachelor- und Masterstudiengänge sehr gute Berufsaussichten. Es besteht ein kontinuierlicher Bedarf an Informatik-Absolventen zum einem wegen der zunehmenden Verbreitung der Techniken der Informatik in vielen Bereichen der Technik, zum anderen wegen der Tatsache, dass die erste Generation von Computerexperten in den kommenden Jahren die Schwelle zum Ruhestand erreicht. Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Informatik werden in den kommenden Jahren doppelt so viele Stellen frei wie Informatik-Absolventen die Universitäten verlassen (siehe auch die Pressemeldungen ).

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