Informationen zum Profil des Kombinationsfachs

I. Für BA-Studieninteressenten des Kombinationsfachs Angewandte Informatik - Multimedia (AIM)

  1. Als Grundvoraussetzung für alle potenziellen und gegenwärtigen BA-Studierenden mit Kombinationsfach AIM gilt, dass ein gewisses mathematisches Interesse und Verständnis vorhanden sein muss. Hierbei handelt es sich nicht in erster Linie um Mathematik im schulischen Sinne (Kurvendiskussion, Differentialrechnung etc.), sondern eher um einen grundlegenden Zugang zu mathematischen Denkweisen und Strukturen. Das Interesse für mathematische Ansätze muss vorhanden sein, um in diesem Kombinationsfach einigermaßen am Ball zu bleiben. 
     
  2. Bei einer grundlegenden Abneigung gegen das Nachvollziehen von mathematischen Vorgängen und gegen selbstständiges mathematisches Arbeiten ist eine Entscheidung für das Kombinationsfach AIM nicht zu empfehlen.

II. Für Erstsemester, die diese Bedingungen erfüllen

  1. Im 1. Semester ist es sehr wichtig zu erkennen, dass es sich bei den vorgeschriebenen Kursen nicht etwa nur um einmalige Einführungen handelt, die danach wieder vergessen werden dürfen.
    Die Lehrveranstaltungen im Kombinationsfach, die im 1. Semester belegt werden müssen, sind "Denken in Strukturen I" und "Grundlagen der WWW-Nutzung und WWW-Programmierung".
    · "Denken in Strukturen I" hat Grundlagencharakter. Die vermittelten Inhalte werden in der Schule nicht unbedingt behandelt (z.B. Boolesche Algebra), sie sind aber im AIM-Studium zwei und drei Semester später wiederzufinden. Die Einführung erweitert das allgemeine mathematische Schulwissen um wichtige Aspekte der Mathematik, die später den Zugang zu einer Programmiersprache erleichtern.
    · Die Vorlesung und die Übungen zu "Grundlagen der WWW-Nutzung und WWW-Programmierung" haben zunächst nichts mit wirklicher Mathematik zu tun. Hier steht der Lernprozess im Vordergrund, bis hin zum souveränen Umgang mit dem neu erlernten Handwerkszeug. Das hier vermittelte Werkzeug "HTML" erfordert nur niedrige mathematische Kompetenz, jedoch wird ein entspannter Umgang mit logischen Denkprozessen, die für dieses Kombinationsfach grundlegend sind, erwartet.
    Daher ist es auch angebracht, die verpflichtende Übung selbstständig zu absolvieren. Nur so kann der richtige Zugang erarbeitet werden, kann die Scheu vor dem Medium Internet verschwinden. Die mündliche Prüfung, die am Ende dieser ersten Vorlesung steht, setzt die Zulassung zu dieser Prüfung voraus. Die Zulassung ist mit dem Erwerb von 50% aller Punkte zu erreichen. Die Prüfung bezieht sich auf die Übungsaufgaben bzw. entsteht aus ihnen.
     
  2. ANMERKUNG: Es ist wichtig zu erkennen, dass der mathematische Anteil an diesem Kombinationsfach nicht zu gering eingeschätzt werden darf. Aus diesem Grunde sollte das erste Semester mit den o.g. Lehrveranstaltungen nicht als alleiniger Maßstab für die folgenden Semester verstanden werden.
     
  3. Bis Ende des 2. Semesters ist es möglich, bei Bedarf das Kombinationsfach zu wechseln. Sollten also zu Beginn des 2. Semesters Zweifel aufkommen, z.B. angesichts des stärkeren Gewichts des mathematischen Denkens im Vergleich zum 1. Semester, ist eine möglichst schnelle Entscheidung ratsam.
    Wenn die grundsätzliche Bereitschaft zum Denken in abstrakten mathematischen Strukturen vorhanden und das Interesse groß genug ist, so kann eine regelmäßige Mitarbeit an den obligatorischen Übungen dazu beitragen, solche Zweifel auszuräumen.

Anrechnungen aus anderen Studiengängen: Dr. Alfred Wassermann

Universität Bayreuth -