Anwendungsfach Ingenieurwissenschaften

Im Anwendungsfach Ingenierwissenschaften des Masterstudiengangs Angewandte Informatik werden fortgeschrittene Fachmodule angeboten, in die Informatikanteile in unterschiedlichem Umfang integriert sind. Es werden u.a. Fragestellungen der Modellierung und Simulation behandelt (z.B. mit Hilfe von Differentialgleichungen oder Finiten Elementen). Darüber hinaus sind z.B. rechnergestütztes Messen, Konstruieren und Entwurf von Fertigungsverfahren Gegenstand dieses Anwendungsfachs.

Im Bachelorstudiengang werden drei Vertiefungsrichtungen angeboten („Konstruktion und Produktion“, „Energie- und Verfahrenstechnik“, „Mechatronische Komponenten und Systeme“). Um einer zu engen Ausrichtung im Masterstudium vorzubeugen und die Fähigkeit der künftigen Informatiker sicherzustellen, mit Ingenieuren verschiedener Ausrichtung in deren Sprache kommunizieren und ihre Probleme auf Konzepte der Informatik übertragen zu können, wird im Masterstudiengang die Abdeckung von zwei oder drei der genannten Vertiefungsrichtungen mit zusammen mindestens 30 LP gefordert (mit anderen Worten: Veranstaltungen aus nur einer Vertiefungsrichtung reichen nicht aus, selbst wenn sie mehr als 30 LP ergäben). Beispiele für die Zuordnung von Veranstaltungen in der Ingenieurinformatik zu den drei Vertiefungen sind:

  1. Vertiefungsrichtung Konstruktion und Produktion:
    • II 301: Systementwicklung und Konstruktion (4 LP, WS)
    • II 304: Antriebstechnik II (4 LP, SS)
    • II 305: Höhere Finite Elemente Analyse (4 LP, WS)
    • II 308: Fertigungslehre (theoretische Vertiefung) (6 LP, WS+SS)
    • II 309: Fertigungslehre (praktische Vertiefung) (5 LP, WS+SS)
  2. Vertiefungsrichtung Energie- und Verfahrenstechnik:
    • II 302: Modelle und Simulation thermofluiddynamischer Prozesse (6 LP, WS)
    • II 303: Energiemanagement (3 LP, SS)
    • II 311: Strömungsmechanik (4 LP, WS)
    • II 312: Wärme- und Stoffübertragung (5 LP, WS)
    • II 313: Verfahrenstechnik (Vertiefung) (5 LP, WS+SS)
    • II 314: Ingenieurmathematik III (5 LP, WS)
  3. Vertiefungsrichtung Mechatronische Komponenten und Systeme:
    • II 306: Sensorik (4 LP, WS)
    • II 307: Komponenten und Systeme der Mechatronik (5 LP, WS+SS)
    • II 310: Rechnergestütztes Messen (4 LP, WS)

Die mit unterstrichenen Module sind dabei die Pflichtmodule in den jeweiligen Vertiefungsbereichen. Es sind nun zwei Strategien denkbar und erlaubt:

  • Wähle nur Veranstaltungen aus zwei Vertiefungsrichtungen. Etwa 20 LP sind dann bereits über die Pflichtfächer der Bereiche fest vorgeschrieben, der Rest obliegt der Wahl des Studierenden. Zwei Modellstudienpläne demonstrieren dieses Vorgehen.
  • Belege alle drei Vertiefungsrichtungen. 29 LP sind dann bereits über die Pflichtfächer der Bereiche fest vorgeschrieben. Ein beliebiges weiteres Fach bringt den Studenten über die 30 LP.

Dieses Rahmenwerk lässt den Studierenden große Freiheit bei der Ausgestaltung des Studiums im Detail, was im Sinne einer forschungsnahen, selbständigen Studierweise gewünscht ist, gibt ihnen aber andererseits eine genügend klare Richtschnur für die Fächerwahl an die Hand, um einem konzeptlosen „Verzetteln“ vorzubeugen.

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