Strukturierung

Die Struktur des Masterstudiengangs richtet sich nach den aktuellen Empfehlungen der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) aus dem Jahr 2005. Es handelt sich um einen Studiengang mit hohem Informatikanteil vom Typ 1. Er gliedert sich in die vier Teilbereiche Informatik, Projekte, Nebenfach und Abschlussarbeit mit folgender Gewichtung:

Teilbereich Leistungspunkte (LP)
(1) Informatik 36-60 LP
(2) Projekte 15-32 LP
(3) Nebenfach 5-25 LP
(4) Abschlussarbeit 30 LP
Summe mind. 120 LP

In den ersten beiden Semestern werden die grundlegenden und vertiefenden Kompetenzen in theoretischen Studienelementen vermittelt. Dann folgt ein Semester mit der Umsetzung in praktischen Studienelementen. Das letzte Semester ist der Abschlussarbeit gewidmet.

Das dritte Semester ist vollständig als Projektsemester ausgelegt und stellt ein wesentliches Charakteristikum des Masterstudiengangs dar. Nach einer Vertiefung ihrer Ausbildung in den beiden ersten Fachsemestern ermöglicht es den Studierenden, ihre erworbenen Kompetenzen praktisch anzuwenden. Ein Projekt wird in der Regel an der Universität Bayreuth unter Betreuung der Forschenden und Lehrenden im Rahmen von aktuellen Forschungsprojekten durchgeführt. Dabei wird den Studierenden eine intensive und individuelle Betreuung angeboten. Ein Projekt umfasst entweder 8 oder 15 Leistungspunkte (Kleines bzw. Großes Projekt) und beinhaltet sowohl einen praktischen Teil (z.B. Praktikum) als auch einen theoretischen Teil (z.B. Seminar). Studierende können wählen, wie sie das Projektsemester aufteilen möchten, z.B. zwei große Projekte oder ein großes und zwei kleine Projekte. Da Studierende mehr als ein Projekt absolvieren müssen, wird eine einseitige Fixierung auf ein Vertiefungsgebiet vermieden. Andererseits soll aber eines der gewählten Projekte unmittelbar auf die Masterarbeit vorbereiten und damit einen nahtlosen Übergang in die dritte Studienphase ermöglichen. Projekte können sowohl ausschließlich in der Informatik absolviert werden als auch interdisziplinär ausgerichtet sein. Dies gilt auch für die anschließende Masterarbeit.

Als Option kann das zweite Mastersemester von deutschen Studierenden als Auslandssemester an einer englischsprachigen Hochschule absolviert werden. (Für ausländische Studierende ist diese Option nicht unbedingt empfehlenswert, da diese mit ihrem Studium in Bayreuth bereits das Land gewechselt haben.) Das zweite Mastersemester ist als Auslandssemester in zweierlei Hinsicht sinnvoll: Zum einen hat ein Studierender aufgrund seines vorangegangenen Bachelorstudiums und des ersten Mastersemesters ausreichend Fachkenntnisse, um ein Auslandsstudium erfolgreich absolvieren zu können. Zum anderen soll das dritte Semester als Projektsemester für alle Studierenden obligatorisch werden. Ausnahmen von dieser Regel sind aber möglich, falls eine Partnerhochschule entsprechende praktische Ausbildungsinhalte vermitteln kann.

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